PennHip

Written by: Sarah Wellhöner | 15. Juli 2012

Das PennHIP®-Verfahren und seine Vorteile

Die Hüftgelenksdysplasie (HD) ist, trotz des Versuchs sie in den letzten 30 Jahren durch züchterische Maßnahmen auszumerzen, eine der häufigsten erblich bedingten Erkrankungen des Bewegungsapparates des Hundes. Durch eine Fehlbildung des Hüftgelenks und damit einhergehender übermäßiger Belastung bilden sich mit der Zeit frühzeitige Abnutzungserscheinungen und Arthrosen, die zu Schmerzen und Störungen im Gangbild führen können.

Das an der Universität von Pennsylvania entwickelte Untersuchungsverfahren liefert nicht nur wie das herkömmliche Röntgenverfahren ein Bild der knöchernen Strukturen, sondern ermöglicht, die Lockerheit (Distraktionsindex) des Hüftgelenks zu bestimmen. Hierdurch ist es der herkömmlichen HD – Diagnostik in wesentlichen Punkten deutlich überlegen:

Wissenschaftlich validierte HD-Früherkennung

Anders als bei den herkömmlichen Verfahren zur HD – Diagnostik ergibt sich hieraus für die betroffenen Tiere eine echte Heilungschance.
Bereits in einem Alter von 16 Wochen lässt sich eine zu erwartende HD – Problematik mit großer Sicherheit vorhersagen. Durch diese Möglichkeit der Früherkennung kann die HD bei den betroffenen Welpen in einem Alter von 16 (bis maximal 20) Wochen erfolgreich therapiert werden.
In gewisser Hinsicht ist das Verfahren mit der routinemäßigen Ultraschalluntersuchung der Hüftgelenke beim menschlichen Säugling vergleichbar. Auch beim Mensch lässt sich die später sehr aufwändige und nicht immer erfolgreiche Behandlung der HD durch einen simplen Eingriff im Kindesalter vermeiden (Spreizhose beim Säugling).

Aussagekräftigere Zuchtkriterien

Das Verfahren ermöglicht eine frühere und sicherere Zuchtwertschätzung.
Die Verlässlichkeit der Untersuchungsergebnisse ist schon im Alter von 16 Wochen ebenso hoch oder höher als bei den herkömmlichen Verfahren im Alter von 12 Monaten. Die frühe und sichere Einschätzung des Zuchtwertes ermöglicht eine frühe und sichere Auswahl geeigneter Zuchttiere. Dies steigert den Zuchterfolg und vermeidet Leid und Kosten.

Qualität der Methodik

Diese ist den herkömmlichen Verfahren überlegen. Sie ist wissenschaftlich abgesichert und lässt eine exakte, nachvollziehbare Beurteilung der Hüftgesundheit zu.
PennHIP® beinhaltet eine standardisiertes, detailliert festgelegtes und reproduzierbares Untersuchungsverfahren. Die Untersuchungen werden von speziell ausgebildeten und zertifizierten Tierärzten ausgeführt, deren Untersuchungstechnik laufend durch die PennHIP® – Zentrale in Philadelphia überprüft wird. Umfangreiches Datenmaterial von über 17.000 untersuchten Hunden ermöglicht eine sichere statistische Auswertung.

Derzeit sind nur etwa 11 Untersuchungsstellen in Deutschland für die Durchführung des PennHIP®-Verfahrens zugelassen!!!

Für weitere Fragen machen sie gerne einen Beratungstermin in unserer Praxis aus!

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